Gastronews

Was gibt es Neues bei der Registrierkassenpflicht?

Alpenpanorama

Der Nationalrat hat mit dem EU-Abgabenänderungsgesetz auch einige Änderungen zur Registrierkassenpflicht beschlossen. Dieser Artikel informiert über ausgewählte Änderungen.

Technische Sicherheitseinrichtungen

Die Registrierkassenpflicht ist seit 1.5.2016 in Kraft. Registrierkassen sind zudem mit technischen Sicherheitslösungen gegen Manipulation zu schützen. Diese Verpflichtung tritt nun erst mit 1.4.2017 in Kraft und nicht, wie bisher geplant, mit 1.1.2017. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kassenhersteller die technische Sicherheitseinrichtung zeitgerecht zur Verfügung stellt und installiert.

Registrierkassenpflicht

Durch die Gesetzesänderung gilt, dass für Umsätze bis jeweils € 30.000,00 pro Jahr und Abgabenpflichtigen, die ausgeführt werden

  • außerhalb von festen Räumlichkeiten (z. B. von Haus zu Haus oder an öffentlichen Orten),
  • in unmittelbarem Zusammenhang mit Hütten (z. B. Alm-, Berg-, Schi- und Schutzhütten),
  • in einer Buschenschank, wenn der Betrieb an nicht mehr als 14 Tagen im Jahr geöffnet ist,
  • durch eine von einem gemeinnützigen Verein geführte Kantine, die nicht mehr als 52 Tage im Jahr betrieben wird,

die vereinfachte Losungsermittlung angewendet werden kann (soweit über die Bareingänge keine Einzelaufzeichnungen geführt werden). Es besteht in diesen Fällen auch keine Registrierkassenpflicht und Belegerteilungspflicht.

Außerdem bezog sich die Umsatzgrenze von € 30.000,00 bisher auf den gesamten Betrieb. Nun gilt die Umsatzgrenze von € 30.000,00 isoliert betrachtet für jene Umsätze, die außerhalb von festen Räumlichkeiten erbracht werden.

Ein aktueller Erlass konkretisiert nun die Rechtsansicht des BMF zu einer Vielzahl von Detailfragen, wie z. B.:

Als Umsätze im Freien gelten nicht jene Umsätze, die in oder in Verbindung mit fest umschlossenen Räumlichkeiten ausgeführt werden. Die Verbindung mit fest umschlossenen Räumlichkeiten ist z. B. bei Ausschank im Gastgarten eines Restaurants gegeben. Für diese gilt die oben angeführte Erleichterung also nicht.

Beispiele für Umsätze im Freien sind unter anderem: Fremdenführer, Verkäufe im Freien (etwa von Maroni, Speiseeis, Hendlbrater), Verkäufe aus offenen (!) Verkaufsbuden, wie z. B. auf Jahrmärkten oder am Christkindlmarkt.

Wenn keine Verbindung mit einer fest umschlossenen Räumlichkeit, die dem Unternehmer zugeordnet werden kann, gegeben ist, kann auch ein Ausschank unter Schirmen und Zeltdächern im Freien, auch wenn diese mit einer Regenschutzvorrichtung versehen sind (Schneebar, Schirmbar), als Umsatz im Freien gelten.

Keine Umsätze im Freien werden getätigt etwa bei Verkäufen aus einem Kiosk oder Fensterverkauf aus einem Verkaufstand.

Für Alm-, Berg-, Schi- und Schutzhütten gilt: Bewirtschaftet ein Unternehmer mehrere Hütten, werden deren Umsätze für das Erreichen der Umsatzgrenze von € 30.000,00 zusammengerechnet. Eine Zusammenrechnung mit Umsätzen im Freien erfolgt hingegen nicht.

Stand: 28. September 2016

Artikel der Ausgabe Herbst 2016

Was gibt es Neues bei der Registrierkassenpflicht?

Was gibt es Neues bei der Registrierkassenpflicht?

Registrierkassen sind zudem mit technischen Sicherheitslösungen gegen Manipulation zu schützen.

Was ist das neue Kontenregister?

Was ist das neue Kontenregister?

Die Kreditinstitute sind dazu verpflichtet, die Daten über die Konten elektronisch mittels FinanzOnline zu übermitteln.

Wie kann die Umsatzsteuer auf Zimmer und Verpflegung aufgeteilt werden?

Wie kann die Umsatzsteuer auf Zimmer und Verpflegung aufgeteilt werden?

Seit 1.5.2016 gilt für Beherbergungen samt Nebenleistungen ein Umsatzsteuersatz von 13 %.

Energieabgabenvergütung für Gastronomiebetriebe?

Energieabgabenvergütung für Gastronomiebetriebe?

Gemäß dem Energieabgabenvergütungsgesetz erstattet das Finanzamt Unternehmen einen Teil ihrer Energieabgabe zurück.

Wann sind Aushilfskräfte steuerfrei?

Wann sind Aushilfskräfte steuerfrei?

Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt, so steht von Beginn an keine Begünstigung zu.

Bei halbem Kfz-Sachbezugswert nicht auf das Fahrtenbuch vergessen!

Bei halbem Kfz-Sachbezugswert nicht auf das Fahrtenbuch vergessen!

Die private Nutzung eines vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Dienstfahrzeugs ist ein Sachbezug.

Kanzleimarketing
zum Seitenanfang
Mag. Krottendorfer & Partner - Korneuburg Hauptplatz 32 2100 Korneuburg Österreich +43 2262 62 5 91 - 0 +43 2262 62 5 95 www.krottendorfer.com 48.344709 16.3329
Dkfm. Otto Frummel & Partner - Laa/Thaya Stadtplatz 16 2136 Laa/Thaya Österreich +43 2522 2481 +43 2522 2487 www.krottendorfer.com
Dkfm. Otto Frummel & Partner - Wolkersdorf Wiener Straße 7 2120 Wolkersdorf Österreich +43 2245 2368 +43 2245 6220 www.krottendorfer.com